Ver...heizt?
Mir geht's jobmäßig gerade gar nicht gut. Ich bin genervt, gestresst, und gleichzeitig unterfordert. Ich habe das Gefühl, dass sich in dieser meiner Traineezeit niemand darum schert, dass ich wirklich etwas dazulerne, dass ich dagegen nur allzu gern als verhältnismäßig günstige und gleichzeitig hochqualifizierte Arbeitskraft herangezogen werde.
Versteht mich nicht falsch, es ist nicht so, dass ich nicht gerne meine Arbeitskraft einsetze! Ich erwarte aber mehr als "nur" Kohle, denn dafür wäre es nicht genug. Mir wurde bei meiner Einstellung versprochen, ich würde eine Traineephase durchlaufen. Das klang nach dazulernen, Prozesse kennen lernen, neue Arbeitsmethoden. Fakt ist, dass ich mir alles selbst draufschaffen darf, weil die werten Kollegen und Kolleginnen und auch die Chefin allesamt in Projektarbeit eingebunden sind. Und nicht unbedingt zu maßlosen Organisationsorgien tendieren.
Meine Arbeitsaufträge beginnen meist mit: "Du, TQ, hast du grad' was zu tun?", oder wahlweise: "Was machst du eigentlich diese Woche?"
Zur Zeit arbeite ich an einem großen Projekt mit. Leider bin ich nicht relevant genug, um bei Planungstreffen dabei zu sein. Ich erfahre immer erst hinterher, was methodisch wie angegangen wird. Hey, ich hab Psychologie studiert, von Methodik versteh' ich einiges! Ich bekomme dann immer das, was halt übrig bleibt. "Du, TQ, schreib doch mal bitte zusammen, was in diesem und jenem Workshop gesagt wurde." Wenn ich das dann gemcht habe, wundern sich aber alle möglichen Leute, dass sich das ja mit ihren Aufgaben überschneidet... "Ja, also das hab' ich jetzt auch gemacht. Vielleicht sagst du mir einfach, was du da neues rausbekommen hast?"
Meine Chefin reagiert ob meiner Qualifikationen zuweilen auch gern mal verstört: "Was, du kannst Filmschnitt?" - "Wie bitte, du kannst Tiefeninterviews durchführen?" - "Was, semiotische Bildanalysen kannst du auch?" - "Woher kannst du so gut mit PowerPoint und Photoshop umgehen?" - "Wieso kannst du quantitative Analysen?" - Ja Halloooohoooo! Wer hat mich denn warum eingestellt!?
Ich wünschte nur, sie würde es sich mal merken und für zukünftige Aufgaben einplanen.
Letzten Freitag hab' ich vor Wut geheult, weil ich den ganzen Tag gewartet habe, dass sich eine Kollegin - vielbeschäftigt - mit mir zusammen setzt, um endlich Mal meinen erarbeiteten Input in den Bericht zu integrieren. Es stellte sich heraus, dass meine Arbeit von drei Tagen zum großen Teil überflüssig war. Sehr schön, aber leider redundant. Sie hatte das gleiche schon herausgefunden, und sie wollte gern ihre Struktur behalten.
Die ist ja auch besser.
Irgendjemand wird's ihr wohl mal beigebracht haben.
Versteht mich nicht falsch, es ist nicht so, dass ich nicht gerne meine Arbeitskraft einsetze! Ich erwarte aber mehr als "nur" Kohle, denn dafür wäre es nicht genug. Mir wurde bei meiner Einstellung versprochen, ich würde eine Traineephase durchlaufen. Das klang nach dazulernen, Prozesse kennen lernen, neue Arbeitsmethoden. Fakt ist, dass ich mir alles selbst draufschaffen darf, weil die werten Kollegen und Kolleginnen und auch die Chefin allesamt in Projektarbeit eingebunden sind. Und nicht unbedingt zu maßlosen Organisationsorgien tendieren.
Meine Arbeitsaufträge beginnen meist mit: "Du, TQ, hast du grad' was zu tun?", oder wahlweise: "Was machst du eigentlich diese Woche?"
Zur Zeit arbeite ich an einem großen Projekt mit. Leider bin ich nicht relevant genug, um bei Planungstreffen dabei zu sein. Ich erfahre immer erst hinterher, was methodisch wie angegangen wird. Hey, ich hab Psychologie studiert, von Methodik versteh' ich einiges! Ich bekomme dann immer das, was halt übrig bleibt. "Du, TQ, schreib doch mal bitte zusammen, was in diesem und jenem Workshop gesagt wurde." Wenn ich das dann gemcht habe, wundern sich aber alle möglichen Leute, dass sich das ja mit ihren Aufgaben überschneidet... "Ja, also das hab' ich jetzt auch gemacht. Vielleicht sagst du mir einfach, was du da neues rausbekommen hast?"
Meine Chefin reagiert ob meiner Qualifikationen zuweilen auch gern mal verstört: "Was, du kannst Filmschnitt?" - "Wie bitte, du kannst Tiefeninterviews durchführen?" - "Was, semiotische Bildanalysen kannst du auch?" - "Woher kannst du so gut mit PowerPoint und Photoshop umgehen?" - "Wieso kannst du quantitative Analysen?" - Ja Halloooohoooo! Wer hat mich denn warum eingestellt!?
Ich wünschte nur, sie würde es sich mal merken und für zukünftige Aufgaben einplanen.
Letzten Freitag hab' ich vor Wut geheult, weil ich den ganzen Tag gewartet habe, dass sich eine Kollegin - vielbeschäftigt - mit mir zusammen setzt, um endlich Mal meinen erarbeiteten Input in den Bericht zu integrieren. Es stellte sich heraus, dass meine Arbeit von drei Tagen zum großen Teil überflüssig war. Sehr schön, aber leider redundant. Sie hatte das gleiche schon herausgefunden, und sie wollte gern ihre Struktur behalten.
Die ist ja auch besser.
Irgendjemand wird's ihr wohl mal beigebracht haben.
trashqueen - 7. Sep, 12:28

Deine Chefin scheint ja echt ein bisschen dämlich zu sein - hat die deinen Lebenslauf nicht gelesen?!
Was soll man da für einen Rat geben...? hast du dich mit ihr mal zusammen gesetzt und gesagt, wie es dir mit der Situation geht?
Ich drück dich mal,
Eilan